Coaching bedeutet insgesamt, dass die Persönlichkeitsstruktur in positiver Weise verändert wird. Das funktioniert, dadurch, dass Coaches neutrale Wegbegleiter*innen sind und neue Perspektiven, Gedanken und Möglichkeiten zusammen mit den Coaches erarbeiten werden.

In Business-Coachings werden primär berufliche Themen behandelt. Life-Coachings behandeln – wie es der Name schon sagt – Themen, die das Leben und das Entfalten des eigenen Potenzials insgesamt betreffen.

Berufliche-Erfolge auf der einen Seite und ganzheitliche (Lebens-)Zufriedenheit und persönliches Glück auf der anderen Seite. Da wir jeden Tag etwa acht Stunden auf der Arbeit verbringen, bedingt sich beides gegenseitig.

Ich wurde in der Vergangenheit häufig gefragt, ob ich auch Life-Coachings anbiete oder „nur“ Business-Coachings. Meine Erfahrung zeigt, dass diese Themen sich in der modernen Welt immer mehr überschneiden. Digitalisierung und Homeoffice, Remote-Work etc., machen es möglich.

Betrachten wir den Arbeitsmarkt, befindet dieser sich in einem starken Wandel. Ebenso steigen und ändern sich Anforderungen, die an Arbeitende gestellt werden. 

Wir nehmen unsere Arbeit nicht mehr nur mit nach Hause – gedanklich oder tatsächlich. Nein, sie findet immer häufiger auch komplett zu Hause statt: Homeoffice.

Außerdem nimmt sie auch immer öfter an unserer Freizeit teil. Internationale Zusammenarbeit, eine geschäftliche E-Mail per Push-Nachricht auf das private Handy, deutlich nach Feierabend?

Seien wir mal ehrlich? Wer kennt es nicht!?

 

Business-Coaching ist vereinfacht also ein Teil des Life-Coachings. Das heißt ebenfalls, dass die Bereiche sich überschneiden. Ich kann auf der Arbeit keine 100 % geben, wenn ich privat nicht dazu komme meine Akkus aufzuladen. Woran das liegen kann, habe ich in einem anderen Beitrag bereits angerissen.

Wir bewegen uns in einem komplexen System und ein Coaching kann nach meiner Meinung und Erfahrung nur dann wirklich effizient und nachhaltig wirksam sein, wenn man das System als ganzen betrachtet. Damit wird die Veränderung auf ein breites Fundament gestellt. Das nimmt auf jeden Fall Zeit in Anspruch.

Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.

Albert Eistein

Beruflicher Erfolg oder privates Glück? Warum nicht beides?

Ich mag dieses Zitat. Ich verrate dir auch warum: Es gibt einen Unterschied zwischen dem was wir glauben, dass es uns erfüllt und dem was es wirklich tut. Was also, wenn man mit Mitte 30 feststellt, es läuft alles gut aber so richtig zufrieden bin ich nicht.

 

Zeit für eine Bestandsaufnahme. Sicher ist ein Business-Coaching hier ein guter Ansatz. Ein noch besserer Ansatz ist, wirklich zu hinzuschauen, was hat mich damals bewogen diese Entscheidungen zu treffen? Was hat mich gehindert etwas anderes zu machen? Wofür möchte ich jeden Tag meine Zeit hergeben?

 

 

Hier geht es um das gesamte System. Was sind deine (geheimen) Wünsche und welche Werte sind dir wichtig. Was brauchst du, um Veränderung anzustoßen und deine Ziele in die Tat umzusetzen. Entgegen dem, was eventuell von dir erwartet wird?

Was ist wichtig für dich?

Hinterfrage dich einmal selbst. Ist das was ich tue, das was mich wirklich erfüllt?

Gehe ich meinen Weg oder einen, der mir (unbewusst) über die Jahre eingeredet wurde? Das kann von außen geschehen oder von dir selbst, denn unser Gehirn geht immer den Weg des geringsten Widerstands. Es scheut unbekannte Situationen und bevorzugt Sicherheit.

Am Ende noch eine kleine Anekdote:

Der Unterschied zwischen Sicherheit und absoluter Euphorie ist manchmal nur einen kleinen Schubs entfernt. Nämlich den, der aus dem Flugzeug in den freien Fall verhilft. 

 

Eine der im wahrsten Sinne atemberaubendsten und besten Ideen meines Lebens. Als die Tür aufging und nichts mehr zwischen mir und dem Boden in gut 3500 Metern Entfernung auf mich wartete, hätte ich behauptet, dass es eine der blödesten Ideen meines Lebens bis dahin war.

 

Zwischen den beiden Gedanken lag vielleicht eine Sekunde. Vielleicht mehr, vielleicht etwas weniger.  Unterstützt hat mich dabei damals mein Tandem-Master. Er hat mich zu nichts gezwungen, nichts eingeredet, aber unterstützend begleitet und für eine (relativ) sanfte Landung gesorgt.

Lassen wir uns nicht von der Furcht vorschreiben, welchen Weg wir gehen und welche Türen wir öffnen. Weder im Business noch sonst irgendwann oder irgendwo.  

Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst

FRanklin D. Roosevelt
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